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Tag der offenen Tür 2009

 

  Wettbewerb "Unser Verein"

Copyright: Fotos von Jaques Toffi

 

 

 

"Kimba"

haben wir sie gerufen , weil sie gekämpft hat wie ein kleiner Löwe.

Die Tochter von "Kulman" ("Kolibri"/"Patrick xx")  und "Gina" (v. "Gracioso" /"Pascal") hatte uns am 03. April 2009 große Sorgen bereitet: Das Fohlen kam aufgrund einer Gebärmutterinfektion ganz plötzlich und unerwartet gut 5 (!) Wochen zu früh auf die Welt. Die sofort herbeigerufenen Tierärzte machten uns nicht viel Hoffnungen, da die Überlebenschancen eines so früh geborenen Fohlens nur bei ca. 10% liegen.

Nach erster Ernährung über eine Nasen-Schlund-Sonde setzte ca. 8 Stunden nach der Geburt dann doch endlich der Saugreflex ein. Herz und Lunge arbeiteten gut und alte Winter - Tarnkleidung von Mick hielt sie warm. Alle halbe Stunde ein frisch gemolkenes Fläschchen  von Mama's Milchbar kräftigten die kleine Kämpferin derart, dass sie am 4. Tag nach der Geburt selbständig trinken konnte.

Das ganze Team kämpfte mehrere Tage im "Schichtdienst" um ihr Leben und es gelang uns das Unmögliche möglich zu machen:

Dank der äußeren Umstände - es war Ferienbeginn, das Wetter wurde warm und das Fohlen hatte einen außergewöhnlichen Lebenswillen - war es uns allen zusammen im Team gelungen die winzige Maus durchzubringen. Allen Beteiligten an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank!

"Kamouflage Girl" - das war ihr richtiger Name, da die warme Tarnkleidung aus Mick's alten Army-Zeiten ihr wohl mit das Leben gerettet hatte - überlebte und entwickelte sich zunächst mit Hilfe von Aufbaupräparaten und orthopädischen Fohlenhufschuhen für den äußerlichen Betrachter prächtig.

Leider war diese Freude nicht von Dauer. Es fiel ihr mit zunehmendem Wachstum aus oben genannten Gründen  immer schwerer, selbständig aufzustehen. Wir ließen Röntgenaufnahmen machen, aber das Ergebnis schockte nicht nur uns, sondern auch die Tierärzte und den Schmied.

Die viel zu frühe Belastung des Bewegungsapparates hatte doch gravierendere Spuren hinterlassen, als alle erwartet hatten. Die Röntgenaufnahmen der Gelenke brachten zu Tage, dass "Kimba" massive Fehlstellungen und starke arthrotische Gelenksveränderungen hatte, die ihr trotz aller Bemühungen mit orthopädischen Hufschuhen und Spezialpräparaten zur entwicklungsfördernden Ernährung kein schmerzfreies Leben erlaubt hätten.

Ihr Körper hatte die frühzeitige Belastung doch nicht so weggesteckt, wie wir es erhofft hatten.

 Nach langer Beratung mit unseren Tierärzten und unserem Schmied kamen wir zu der Erkenntnis, dass ein Lauftier Pferd, das nie schmerzfrei laufen oder selbständig aufstehen kann , gequält wird .

"Kimba" hatte keine reelle Chance, jemals schmerzfrei laufen zu können und so beschlossen wir sie zu erlösen. Sie wurde am 10.12.09 bei uns auf dem Hof eingeschläfert. Wir werden sie nie vergessen!

 

 


"Winny" 

 

 

 

"Bunny"

 

 

"Pretty"

 


 

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